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Erfurt/Breitengüßbach

Baubeginn für Verlängerung des viergleisigen Ausbauabschnitts bis zur Stadtgrenze Bambergs

Derzeit beginnt der Bau des Abschnitts Hallstadt - Breitengüßbach der knapp 200 Kilometer langen Neu- und Ausbaustrecke Nürnberg - Ebensfeld - Erfurt (VDE8.1). Ab Breitengüßbach kommt Richtung Süden, bis kurz vor Bamberg, fünf Kilometer Viergleisigkeit hinzu. Heute liegen hier nur zwei Gleise. Durch die breitere Bahntrasse ist es erforderlich, die bestehende Autobahnbrücke der A 73 sowie die Zufahrten auf die größere Breite anzupassen. Diese Arbeiten laufen unter der Regie der Autobahndirektion Nordbayern und sind mit der Bahn eng koordiniert. Um im Gleisbereich arbeiten zu können, sind Sperrungen des Bahnverkehrs mit Ersatzverkehr und Straßenumleitungen notwendig, so vom 30. März - 2. April und vom 6. - 9. April. 

Die Regionalzüge werden an diesen beiden Wochenenden zwischen Bamberg und Bad Staffelstein bzw. Lichtenfels durch Busse im Schienenersatzverkehr (SEV) ersetzt. Die SEV-Busse brauchen länger als die ausfallenden Züge. Um längere Umsteigezeiten zwischen Zügen und SEV-Bussen zu vermeiden, bietet die Bahn zwischen Nürnberg und Bamberg zusätzliche Zugverbindungen an. Auf Grund der Straßensperrung bei Breitengüßbach und um das SEV-Konzept weitgehend stabil fahren zu können, muss leider der SEV-Halt in Hallstadt entfallen. Um den Reisenden aus Hallstadt weiterhin Fahrtmöglichkeiten nach und von Lichtenfels anbieten zu können verkehrt zusätzlich ein Kleinbus zwischen Hallstadt und Breitengüßbach. Einzige Fahrt des SEV via Hallstadt ist der letzte Bus (4940) von Bamberg nach Lichtenfels, welcher mit geänderten Fahrzeiten verkehrt.

Fernverkehrszüge werden zwischen Nürnberg und Erfurt umgeleitet. Dadurch verlängert sich die Reisezeit um rund 90 Minuten. Die Halte in Erlangen, Bamberg und Coburg entfallen.

Informationen zu Verkehrseinschränkungen:

Für die Straße: <http://www.abdnb.bayern.de/autobahndirektion/>

Für die Bahn: <https://bauinfos.deutschebahn.com/bayern>

Anwohnerinformationen: http://www.vde8.de/abschnitt-hallstadt

Außerhalb der vorgenannten Wochenenden laufen die Bauarbeiten in der Regel bei laufendem Zugverkehr.

Baurecht besteht seit 2015.  Als erstes wurde eine feste Trennung des Baufelds von den befahrenen Gleisen eingerichtet. Holzpfähle markieren die 

Baufeldgrenzen. Vor dem Trassenbau stehen die archäologischen Untersuchungen auf den vorher ausgemachten Verdachtsflächen. 

Im Bahnhof Hallstadt laufen die ersten Arbeiten zur Anpassung der Oberleitung. Das heißt, die so genannten Tragwerke über mehrere Gleise werden durch einzelne Maste ersetzt. Dadurch ist z. B. bei Störungen immer nur ein Gleis unter der Oberleitung betroffen und nicht der gesamte mehrgleisige Streckenabschnitt. In vier längeren Sperrungen in diesem Jahr wird rund um die Uhr gearbeitet. Darüber hinaus gibt es kurze Sperrungen. Sie liegen in der Nacht, um den Bahnverkehr möglichst wenig zu beeinflussen. Das heißt dann leider für die Anwohner, dass sie Arbeitslärm und Beleuchtung ausgesetzt sind. Im März werden die Baustellen eingerichtet, bei Bedarf Kampfmittel sondiert.

Der Abschnitt ist Teil der Schnellfahrstrecke München-Berlin. Sie war mit Fertigstellung der etwa 230 Kilometer langen Neubaustrecken Ebensfeld-Erfurt-Leipzig/Halle(Saale) im VDE 8 Ende 2017 eröffnet worden. Mit 4 statt 6 Stunden Reisezeit rückten die Metropolen durch die konkurrenzfähige Bahn enger zusammen. Die Geschwindigkeit ab Ebensfeld in Richtung Süden wird durch den Ausbau auf 230 km/h erhöht, die Kapazität vergrößert.