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München

Deutsche Bahn schafft Biotop im Lech bei Schongau

Neuer Lebensraum für Flussuferläufer und Flussregenpfeifer • Ausgleichsmaßnahme für einen Landschaftseingriff im Landkreis Erding

Wer mit der Deutschen Bahn reist, schont die Umwelt. Wenn die Deutsche Bahn baut, schützt sie dabei auch die Tier- und Artenvielfalt – und wenn’s sein muss, einmal quer durch Südbayern. Der Lebensraum einer geschützten Vogelart im oberbayerischen Isental wird durch ein zusätzliches Biotop in den Lechauen bei Schongau ergänzt.

Aktuell gestaltet die Bahn eine Kiesinsel im Lech an einer Staustufe in Kinsau nördlich von Schongau um. Ziel ist es, Lebens- und Brutmöglichkeiten für eine geschützte Vogelart, den Flussuferläufer, zu schaffen. Dazu werden unter anderem Fichten entfernt und kiesige Flachwasserbereiche sowie von Bewuchs freie Kiesflächen angelegt. Auslöser für die Maßnahme war der Neubau einer Bahnbrücke im Isental im Landkreis Erding.

Die Maßnahmen werden von Umweltexperten der Deutschen Bahn durchgeführt. Sie müssen im Herbst und Winter außerhalb der Vogelbrutzeit stattfinden. Die Maßnahmen wurden eng mit der Naturschutzbehörde des Landkreises Weilheim-Schongau, dem Wasserwirtschaftsamt, dem Verein „Lebensraum Lechtal“ und dem Kraftwerksbetreiber Uniper abgestimmt. Solche von Bewuchs freigestellten Kiesflächen am und im Fluss werden nicht nur vom Flussuferläufer, sondern z.B. auch vom Flussregenpfeifer benötigt, der ebenfalls an diesem Lechabschnitt vorkommt.

Anlass für die Schaffung des Biotops war eine Baumaßnahme der DB-Tochter Südostbayernbahn. Bei der Erneuerung einer Bahnbücke über den Fluss Isen bei Dorfen im Landkreis Erding musste in den Lebensraum des dort vorkommenden Flussuferläufers eingegriffen werden. Da ein Ausgleich für diesen artenschutzrechtlich relevanten Eingriff nicht vor Ort geschaffen werden konnte, wurde in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden festgelegt, dass ein Ausgleich an der Lechinsel bei Schongau durchgeführt werden sollte.

Der Geschäftsleiter der Südostbayernbahn Matthias Krause zeigt sich erfreut: „Durch die enge Zusammenarbeit und große Unterstützung aller Beteiligten bringen wir ein nachhaltiges Renaturierungsprojekt auf den Weg. Das passt gut zur Konzernstrategie #dasistgrün, mit der sich die Deutsche Bahn seit Jahren für den Umweltschutz stark macht.“