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Neue Eisenbahnbrücke in Heroldsberg

Busse ersetzen Züge der Gräfenbergbahn

(Nürnberg, 10. Oktober) Ab Freitag, 12. Oktober, erneuert die Deutsche Bahn die Eisenbahnbrücke über die Schützenstraße in Heroldsberg. Dafür wird die Bahnstrecke von Nürnberg-Nordost bis Gräfenberg bis einschließlich Samstag, 20. Oktober, 7.30 Uhr, für den Zugverkehr gesperrt. Für die Reisenden stehen als Ersatz Busse zur Verfügung.

Schweres Gerät erforderlich

Damit die neue Eisenbahnüberführung eingebaut werden kann, muss zunächst die rund 19 Meter lange Hilfsbrücke einschließlich der Schienen ausgebaut werden. Im Anschluss daran wird ein rund 78 Tonnen schwerer Stahltrog für die neue Brücke eingehoben. Für beide Maßnahmen ist ein schwerer Autokran im Einsatz. Nachdem in dem Stahltrog die Schienen verlegt und an die Bahnstrecke wieder angeschlossen sind, rollen die Züge der Gräfenbergbahn ab Samstag, 20. Oktober, 7.30 Uhr wieder. Zusätzlich werden die aktuell bestehenden Infrastrukturschäden während der Totalsperrung behoben.


Mühldorf - Einbau Innwerkkanal-Brücke

Busse ersetzen die Gräfenbergbahn

Während der Bauzeit der neuen Brücke werden die Züge der Gräfenbergbahn durch Busse ersetzt. Diese verkehren um bis zu fünf Minuten früher ab Nürnberg-Nordost bzw. kommen in der Gegenrichtung um bis zu fünf Minuten später an.

Die Deutsche Bahn bittet die Reisenden, die Fahrplanänderungen einschließlich eventuell abweichender/geänderter Abfahrzeiten bei der Reiseplanung zu berücksichtigen und bittet um Verständnis dafür. In den Bussen ist die Fahrradmitnahme nur im Rahmen des verfügbaren Platzes möglich, eine Mitnahme kann nicht garantiert werden.  

Streckenagent informiert über Fahrplanänderungen

Sämtliche Fahrplanänderungen sind bereits in der Fahrplanauskunft im Internet und an den Fahrkartenautomaten berücksichtigt. Die Fahrgäste können sich auch im Internet unter https://bauinfos.deutschebahn.com/ oder über den DB Streckenagent www.bahn.de/streckenagent informieren. Telefonisch ist der Kundendialog Nahverkehr in Bayern unter der Rufnummer 089 2035 5000 zu erreichen.

Informationen zur Gräfenbergbahn:

Die Gräfenbergbahn ist eines der erfolgreichsten Reaktivierungsprojekte in Bayern. Eine von der Stilllegung betroffene Strecke wurde im Jahr 1998 für rund 23 Millionen saniert und reaktiviert.


Kontinuierlich wurde weiter in die Instandhaltung investiert. Die Streckensubstanz ist gut, wird regelmäßig überprüft und erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen an einen sicheren Bahnbetrieb - ist aber letztlich nicht mit dem Standard einer Neubaustrecke vergleichbar.


In den vergangenen 12 Monaten/ dieses Jahr wurden und werden rund 4 Millionen Euro in die Schieneninfrastruktur der Gräfenbergbahn investiert. Neben einem laufenden Brückenneubau ist das vor allem der Hangsicherung im vergangenen Jahr geschuldet. Außerdem wurde die Leit- und Sicherungstechnik, insbesondere die Ansteuerung der Bahnübergänge, neu aufgesetzt. Seither ist die Zahl der technischen Störung deutlich zurück gegangen. Desweiteren sind wir in Verhandlungen mit den div. Waldbesitzern an der Strecke, um diese auf ihre Verkehrsicherungspflicht (Sturmholz) nachzukommen.

Dort, wo uns Waldgrundstücke gehören, investieren wir in Sturmprophylaxe: https://www.deutschebahn.com/de/zukunftbahn/nachrichten_zuba/Aktionsplan_Vegetation-1330858


Mittelfristig wird die DB bis ins Jahr 2020 in die Infrastruktur der Gräfenbergbahn weitere rund 10 Millionen Euro investieren (insb. für den Neubau/Ersatz zweier Bahnbücken).


Außerdem wird DB Regio Bayern demnächst neue Züge (BR622 / LINT54) einsetzen, die kompatibel sind mit den Fahrzeugen bisherigen Baureihe 648 (quasi das Vorgängermodell, ebenso von der Fa. Alstom). Die bisherigen Fahrzeuge werden runderneuert und erfahren ein technisches Update. So können auch kombinierte Traktionen gebildet und eine höhere Fahrgastkapazität vorgehalten werden.


In Summe führen diese Investitionen in die Gräfenbergbahn zu deutlichen Qualitätsverbesserungen.