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München

S-Bahn München startet zum Fahrplanwechsel durchgehenden 20-Minuten-Takt und sorgt für mehr Zuverlässigkeit

Änderungen treten am 11. Dezember in Kraft • Erstmals durchgehender 20-Minuten-Takt bis zu den Endbahnhöfen • Optimierter Einsatz von Fahrzeugen sorgt für mehr Fahrplan-Stabilität

Die S-Bahn München steht vor dem größten Fahrplanwechsel der vergangenen Jahre. Ab 11. Dezember profitieren Fahrgäste von vielen zusätzlichen Fahrten und dichteren Takten. Im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, die im Freistaat den Schienenpersonennahverkehr plant, finanziert und kontrolliert, wird das Angebot auf allen Linien spürbar ausgeweitet. Ein optimierter Fahrzeugeinsatz sorgt außerdem für einen stabileren Betrieb. „Dieser Fahrplanwechsel bringt mit täglich rund 160 zusätzlichen Fahrten die umfangreichsten Verbesserungen seit vielen Jahren und ist ein klares Zeichen für die Verkehrswende und eine Starke Schiene in Bayern. Ab 11. Dezember wird unsere Flotte jährlich über 760.000 Kilometer zusätzlich zurücklegen. Besonders wichtig ist mir, dass wir mit Optimierungen im Fahrplan auch die Zuverlässigkeit für unsere Fahrgäste verbessern. Das ist ein Teil der Initiative Starke S-Bahn München – Programm 14plus, mit dem DB und Freistaat für ein leistungsfähiges, robustes und zukunftsfähiges Bahnangebot sorgen wollen“, so S-Bahn-Chef Heiko Büttner.
  

20-Minuten-Takt auf ganzer Linie – mehr Fahrten montags bis freitags

Erstmals wird in der Geschichte der S-Bahn auf fast allen Linien montags bis freitags von 5 bis 23 Uhr ein durchgehender 20-Minuten-Takt auf dem gesamten Linienverlauf bis zu den jeweiligen Endbahnhöfen bestehen. Lediglich auf einzelnen Abschnitten in Außenbereichen der S2 West, S4 West und S7 Ost können die S-Bahnen infrastrukturbedingt nicht alle 20 Minuten fahren. Auch hier werden die Takte aber in vielen Fällen spürbar verdichtet.
  

Längerer Aufenthalt an Endbahnhöfen reduziert Verspätungsanfälligkeit

Nicht nur die Takte werden dichter, auch die Zuverlässigkeit wird sich durch Anpassungen zum Fahrplanwechsel verbessern. Dabei geht es vor allem darum, den Betrieb robuster zu machen, damit kleinere Verspätungen besser abgepuffert werden können. Im Fokus steht die so genannte Wendezeit, also die Aufenthaltszeit an einer Endstation bis zur Rückfahrt, denn: Kommt es bei stadtauswärts fahrenden Zügen zu Verzögerungen, die am Endbahnhof nicht kompensiert werden können, startet auch die Rückfahrt verspätet. Um diesen Effekt zu minimieren, plant die S-Bahn auf den Linien S1 und S7 weitere Fahrzeuge aus der vorhandenen Flotte ein und verlängert dadurch die Wendezeiten in Wolfratshausen auf 30 Minuten und am Flughafen auf 25 Minuten. Ähnliche Verbesserungen gibt es an Nachmittagen auf der Linie S2 in Petershausen. Auch dort können durch mehr Wendezeit künftig Verspätungen reduziert werden.
  

Übersicht der Fahrplanverbesserungen montags bis freitags

  • S1 Freising/Flughafen – Leuchtenbergring
    Zahlreiche zusätzliche Fahrten insbesondere zwischen Neufahrn und Freising ermöglichen einen durchgehenden 20-Minuten-Takt von 5 bis 23 Uhr auf dem gesamten Linienweg. Züge fahren am Flughafen teilweise 4 Minuten früher ab als bisher. Künftig fahren immer zwei Zugteile zum Flughafen und ein Zugteil nach Freising.
  • S2 Petershausen/Altomünster – Erding
    Zahlreiche zusätzliche Fahrten zwischen Dachau und Petershausen sowie zwischen Markt Schwaben und Erding ermöglichen einen durchgehenden 20-Minuten-Takt von 5 bis 23 Uhr auf dem gesamten Linienweg zwischen Petershausen und Erding.
    Zwischen Dachau und Altomünster fahren die S-Bahnen künftig auch in den Nebenverkehrszeiten alle halbe Stunde (bisher stündlich). Somit besteht von 5 bis 23 Uhr durchgehend ein Halbstundentakt. Jeder zweite Zug fährt umsteigefrei von bzw. bis Ostbahnhof und bietet somit zwischen Dachau und Ostbahnhof stündlich eine zusätzliche vierte Fahrtmöglichkeit.
  • S3 Mammendorf – Holzkirchen
    Zahlreiche zusätzliche Fahrten zwischen Deisenhofen und Holzkirchen sowie zwischen Maisach und Mammendorf ermöglichen einen durchgehenden 20-Minuten-Takt von 5 bis 23 Uhr auf dem gesamten Linienweg.
  • S4 Geltendorf – Trudering (– Ebersberg)
    Zahlreiche zusätzliche Fahrten ermöglichen einen durchgehenden 20-Minuten-Takt von 5 bis 23 Uhr zwischen Grafrath und Trudering. Auch zwischen Grafrath und Geltendorf fahren zusätzliche Züge. Diese verkehren wegen der dichten Zugfolge auf der Strecke teilweise als Express-S-Bahnen mit weniger Zwischenhalten.
  • S6 Tutzing – Ebersberg
    Zahlreiche zusätzliche Fahrten insbesondere zwischen Starnberg und Tutzing ermöglichen einen durchgehenden 20-Minuten-Takt von 5 bis 23 Uhr zwischen Tutzing und Grafing. Zwischen Grafing und Ebersberg werden die Abfahrtszeiten optimiert, so dass gemeinsam mit dem Filzenexpress künftig ein minutengenauer 20-Minuten-Takt besteht.
  • S7 Wolfratshausen – Kreuzstraße
    Zahlreiche zusätzliche Fahrten zwischen Höllriegelskreuth und Wolfratshausen sowie zwischen Höhenkirchen-Siegertsbrunn und Kreuzstraße ermöglichen einen durchgehenden 20-Minuten-Takt von 5 bis 23 Uhr zwischen Wolfratshausen und Aying (Ausnahme: um 10:04 Uhr keine zusätzliche Abfahrt ab Wolfratshausen wegen eines zeitgleich verkehrenden Güterzuges) sowie einen 20/40-Minuten-Takt zwischen Aying und Kreuzstraße. Die zusätzlichen Züge halten nicht in Dürrnhaar und Peiß.
  • S8 Herrsching – Flughafen
    Zahlreiche zusätzliche Fahrten zwischen Weßling und Herrsching ermöglichen einen durchgehenden 20-Minuten-Takt von 5 bis 23 Uhr auf dem gesamten Linienweg der S8.