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Mühldorf

Neuer Zeitplan für das Ausbauprojekt München – Mühldorf – Freilassing (ABS 38)

Erste Abschnitte genehmigungsreif • Rahmenbedingungen der Planungsabschnitte verändern sich • Umfangreiche Öffentlichkeitsbeteiligung wird fortgeführt

Neue Rahmenbedingungen beim Ausbauprojekt München - Mühldorf – Freilassing führen zu einem neuen Zeitplan. Darüber informierte der DB-Konzernbevollmächtigte Klaus-Dieter Josel in der Sitzung des Projektbeirates in Mühldorf. Zum einen greift ein neues Gesetz (Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetz/MgvG) und zum anderen wird der Bau einer Eisenbahnbrücke bei Weidenbach als Ersatz für einen Bahnübergang in das Projekt integriert. Die Inbetriebnahme verzögert sich daher um mehrere Jahre.

Das Projekt hat in den vergangenen zwei Jahren große Fortschritte erzielt. Das Projektteam führte erste Abschnitte erfolgreich und im Zeitplan bis zur Genehmigungsreife. Die Planungen für die Abschnitte Ottenhofen – Wörth, Schwindegg – Obertaufkirchen und Ampfing – Mettenheim stellte das Projekt 2021 der Öffentlichkeit vor und übergab diese zur Vorprüfung an das Eisenbahn-Bundesamt (EBA). Die breite Öffentlichkeitsbeteiligung führt das Projekt dieses Jahr fort. Die Planungen für mehrere Informationsveranstaltungen laufen. Ein Fokus liegt beim Austausch mit Grundstückseigentümer:innen.

Zu den neuen Rahmenbedingungen sagt Klaus-Dieter Josel: „Aus dem Gesetz resultieren neue Anforderungen und Verfahrensschritte, die zu einer Änderung des Projektablaufes und damit leider zu mehreren Jahren Terminverschiebung führen.“ Eine konkrete Jahreszahl könne derzeit noch nicht genannt werden.

„Anders als im ursprünglichen Zeitplan vorgesehen, konnten wir einige Verfahrensschritte nicht parallel vornehmen, sondern wir mussten sie zeitlich staffeln. So zum Beispiel das Scoping-Verfahren, bei dem der Untersuchungsrahmen für die Umweltverträglichkeitsprüfung festgelegt wird. Dieses Verfahren muss nach dem neuen Gesetz, anders als im Planfeststellungsverfahren, vor dem Einreichen der Genehmigungsunterlagen durchgeführt werden. Hierfür war eine zusätzliche Öffentlichkeitsbeteiligung mit Online-Konsultation gefordert“, erläutert Gesamtprojektleiter Klaus-Peter Zellmer.

Er betont: „Auch wenn wir im Bereich Weidenbach entsprechend dem Ministerentscheid aus 2021 komplett neu planen müssen, setzen wir die Planung in allen Abschnitten fort. Wir erwarten zeitnah die Rückmeldung des Eisenbahn-Bundesamtes zu den Scoping-Verfahren. Für den Abschnitt Markt Schwaben – Ampfing liegt uns der Abschlussbericht bereits vor. Die daraus resultierenden Auflagen arbeiten wir im nächsten Schritt in die Planung ein.“

Die Ausbaustrecke 38 - Für Südostbayern. Für das Klima. Für die Menschen.

Die 145 Kilometer lange Ausbaustrecke 38 von München über Mühldorf nach Freilassing und Burghausen wird durchgehend elektrifiziert und in weiten Teilen zweigleisig ausgebaut, um den künftigen verkehrlichen Anforderungen gerecht zu werden. Der Bund hat die DB Netz AG mit den Planungen beauftragt. Nach Ende des Ausbaus ist eine Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit auf bis zu 200 Kilometer pro Stunde möglich. Nicht zuletzt verringert mehr Verkehr auf der Schiene sowie der Einsatz von Elektroloks den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase. Weitere Informationen unter: www.abs38.de.

Nach der pandemiebedingten Pause öffnet das InfoCenter in Mühldorf wieder. Besucher:innen können ab Donnerstag, 24. März 2022, zwischen 14 und 18 Uhr die Ausstellung besuchen und sich zum Großprojekt informieren.