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München

Über 740 Meter Schallschutz für Bürger:innen in Regensburg Großprüfening

Aktive und passive Schallschutzmaßnahmen entlang der Strecke geplant • Vorarbeiten haben begonnen • Rund 2 Millionen Euro Gesamtinvestition

Die Deutsche Bahn baut an der Bahnlinie Regensburg – Ingolstadt Nord in Regensburg Großprüfening eine 742 Meter lange Lärmschutzwand. Ab 07. Juni starten die Vorarbeiten, bevor ab Mitte Juli die Hauptarbeiten beginnen. Bis voraussichtlich Q4 dieses Jahres wird das Projekt mit einer Gesamtinvestition von rund zwei Millionen Euro abgeschlossen. Finanziert werden die Schallschutzmaßnahmen aus Mitteln des Lärmsanierungsprogramms des Bundes.

Die Wand mit einer Höhe von zwei Metern beginnt am Brückenpfeiler der Eisenbahnbrücke Roter Brach Weg und verläuft entlang des Fährenweges bis zur Donaubrücke. Sie besteht aus hochabsorbierenden Leichtmetallelementen und ist in Teilbereichen auch mit transparenten Elementen versehen. Damit wird es zukünftig für Anwohner entlang der Bahnstrecke deutlich ruhiger. Auch die Anwohner der weiter von der Bahnstrecke entfernt liegenden Häuser und Wohnungen profitieren von dem Projekt. Der Zugverkehr läuft während der Bauarbeiten ohne Einschränkungen weiter.

Zusätzlich sind passive Lärmsanierungsmaßnahmen an Gebäuden entlang der Bahn geplant. Hierzu zählt der Einbau von Schallschutzfenstern oder -lüftern. Die Eigentümer der relevanten Gebäude werden nach Fertigstellung der Schallschutzwand über die Förderung der Maßnahmen informiert.

Über die Lärmsanierung

Das Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ wird seit 1999 vom Bund gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Über 1,7 Milliarden Euro wurden seither in die Lärmsanierung von über 2.000 Kilometern Schienenstrecke und rund 64.000 Wohneinheiten investiert. Allein im Jahr 2020 wurden über 75 Kilometer Schallschutzwände fertiggestellt und rund 146 Millionen Euro ausgegeben. Bis zum Jahr 2030 soll die Lärmsanierung mehr als die Hälfte aller Anwohner:innen an bestehenden Schienenwegen vom Lärm der vorbeifahrenden Züge entlasten. 

Die Lärmsanierung ist eine freiwillige Leistung des Bundes. Gefördert werden Schallschutzwände sowie schalldichte Fenster und Lüfter in Gebäuden. In Einzelfällen werden auch Dämmungen von Außenfassaden und Dächern teilfinanziert. Da die Lärmsanierungsmaßnahmen eine Wertsteigerung des Objektes bedeuten, tragen die Eigentümer ein Viertel der Kosten.

www.laermsanierung.deutschebahn.com