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Essen

Investitionen in nachhaltige Mobilität: moderne Technik und leistungsfähige Infrastruktur zwischen Essen und Duisburg

Bahn bündelt Arbeiten an Brücken, Weichen und Signaltechnik in einer Baustelle • Optimale Ausnutzung der Sperrpause • wichtige Vorarbeiten für den RRX und das ESTW Duisburg stehen an

Während der Osterferien hat die Stadt Mülheim/Ruhr die neue Straßenbrücke über eine der meistbefahrenen Eisenbahnstrecken in NRW eingehoben, jetzt steht der Abriss der alten Thyssenbrücke an. Das nutzt die Deutsche Bahn, um wichtige Infrastrukturprojekte umzusetzen. „Wir wollen und müssen unsere Hauptstrecken zukunftsfest modernisieren“, so Gerd Matschke, Leiter der Produktionsdurchführung Duisburg bei der DB Netz AG. „Davon wird die Qualität des gesamten Netzes profitieren.“ Um die Streckensperrung bestmöglich auszunutzen, hat die DB ein baulogistisch hochkomplexes Maßnahmenbündel geschnürt. Zahlreiche Gewerke arbeiten minutiös aufeinander abgestimmt an zahlreichen Projekten.

Die Projekte im Einzelnen:

Abriss der alten Thyssenbrücke

Die Stadt Mülheim hat in der Ostersperrpause mit der Herstellung des Überbaus der neuen Thyssenbrücke im Ortsteil Styrum begonnen. Jetzt ist es Zeit, die alte Brücke abzureißen. Dazu baut die Stadt bis zum Herbst kontinuierlich die Fahrbahn- und Gehwegbeläge bis auf die Grundkonstruktion der Brücke zurück. Mit Beginn der Sperrpause im Herbst wird dann die Brücke in mehrere Teile zerschnitten. Die einzelnen Segmente wiegen bis zu 94 Tonnen und werden mit einem Teleskopkran ausgehoben. Insgesamt müssen rund 1.100 Tonnen Abbruchgewicht beseitigt werden.

Bei der Baumaßnahme handelt es sich um eine gemeinsame Maßnahme der DB Netz AG und der Stadt Mülheim. Die Gesamtbaukosten betragen über 20 Mio. €.

Elektronisches Stellwerk (ESTW) Duisburg, 2. Ausbaustufe

Die zweite Ausbaustufe des ESTW Duisburg ersetzt künftig weitere Alt-Stellwerke und trägt damit zur Modernisierung der Leit- und Sicherungstechnik (LST) bei. Steuerungsfunktionen werden dann in Duisburg gebündelt. Der weitere Ausbau des ESTW Duisburg gehört mit einem Investitionsvolumen von 90 Mio. Euro zu den größten LST-Modernisierungsprojekten in NRW. In den Herbstferien werden rund 200 Bohrungen zur Kampfmittelsondierung durchgeführt. Außerdem setzt die DB knapp 80 neue Signalfundamente entlang der Gleise, legt rund 16 Kilometer Kabelkanäle und 90 Kilometer Kabel. An rund 50 Stellen müssen mit Querungen unter den Gleisen Kabelkanäle von einer Seite der Gleise auf die andere verlegt werden. Außerdem bereitet die DB für fast 40 neue Oberleitungs-Masten die Fundamente vor.

Die Arbeiten werden kontinuierlich auch bei laufendem Betrieb fortgesetzt. In den Sommerferien 2019 steht eine weitere Vollsperrung an. Die Inbetriebnahme der zweiten Ausbaustufe des ESTW Duisburg plant die DB nach aktuellem Stand im Jahr 2021.

Rhein-Ruhr-Express (RRX)

Für den Planfeststellungsabschnitt 4 (Mühlheim/Ruhr) des Rhein-Ruhr-Express besteht für den Infrastrukturausbau bereits Baurecht. Als erste Maßnahme im Ruhrgebiet wird nun in Mülheim-Heißen eine neue Abzweigstelle mit insgesamt vier Weichen eingebaut. Diese Abzweigstelle ermöglicht es künftig Zügen, zwischen den Gleisen der Fernbahn und der S-Bahn zu wechseln. So kann der RE 2 zwischen Essen und Duisburg über die S-Bahn verkehren und schafft so freie Kapazitäten auf der Fernbahn für den RRX. Außerdem bietet die neue Abzweigstelle mehr Flexibilität im Störungsfall. Während der Herbstferien werden die Fundamente für und 40 Oberleitungsmaste gerammt. Außerdem sind Arbeiten geplant, die zur Verfügung stehende Strommenge auf dem Abschnitt zu erhöhen. Der Einbau der Weichen ist dann in den Sommerferien 2019 geplant Das Investitionsvolumen für diesen Teilabschnitt des RRX liegt einschl. der umfangreichen Maßnahmen an der Oberleitung bei ca. 15,3 Mio. Euro.

Bahnsteigarbeiten in Mülheim (Ruhr) Hbf und Mülheim (Ruhr)-Styrum

Die DB nutzt die Sperrpause, um am Bahnhof Mülheim (Ruhr) Hauptbahnhof zwei von den vorhanden vier Bahnsteigkanten umzubauen.  An Gleis 1 und Gleis 6 werden die Bahnsteigkanten mit einer Höhe von 76 cm erneuert. Somit ist zukünftig im Regionalverkehr der stufenfreie Übergang von den Bahnsteigen in die Züge gewährleistet. Zusätzlich erhalten die Bahnsteigkanten ein taktiles Blindenleitsystem, das sehbeeinträchtigten Reisenden die Orientierung beim Wechsel zwischen Bahnsteig und Zug erleichtert und eine zusätzliche Sicherheit auf dem Bahnsteig bietet.

Darüber hinaus erfolgt in diesem Zeitraum die Modernisierung des Bahnsteigdaches an Gleis 5.

Die Modernisierungsarbeiten im Bahnhof Mülheim (Ruhr) Styrum an den beiden Mittelbahnsteigen mit vier Bahnsteigkanten sind weitestgehend abgeschlossen. Hier wurden insgesamt 620 m Gleiskanten erneuert. Beide Bahnsteige haben eine neue Beleuchtung, neue Bahnsteigausstattungen und Wegeleitsysteme erhalten. Die Bahnsteigdächer wurden modernisiert. In der Sperrpause erfolgen noch Arbeiten an den Bahnsteigdächern und Restarbeiten auf den Bahnsteigen. Nach der Sperrpause ist der S-Bahn-Haltepunkt für unsere Kunden uneingeschränkt und stufenfrei nutzbar.

Erneuerung von Eisenbahnüberführungen

Zwischen Duisburg und Mülheim steht eine Ruhrkanalbrücke zur Erneuerung an. Dazu muss der Boden nach möglichen Kampfmitteln im Boden untersucht werden. Der neue Brückenüberbau wird neben der Baustelle gefertigt und im Jahr 2019 von dort aus eingehoben. Das Investitionsvolumen beträgt mehr als 16 Mio. Euro.

Nach den Vorarbeiten in den Osterferien, werden die Arbeiten für die Erneuerung der Eisenbahnüberführung "Dörnerhofstraße" in Duisburg in den Herbstferien abgeschlossen. Dazu werden Beton-Fertigteile während der Sperrung zusammengesetzt und das neue Bauwerk für den Eisenbahnverkehr freigegeben. Das Investitionsvolumen beträgt 4,2 Millionen Euro.

Weichen- und Gleiserneuerung:

Im Bereich Mülheim werden Oberbauarbeiten durchgeführt. Auf knapp 4 km Länge erneuert eine Großmaschine den vorhandenen Oberbau. Im Bereich Mülheim-Styrum erneuert die Deutsche Bahn zudem vier Weichen.

Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt rund 1,5 Millionen Euro Euro. Die Erneuerung der Weichen muss im Bauablauf so eingetaktet werden, dass die anderen Baustellen auf der Strecke weiterhin mit Material und Maschinen versorgt werden können.

  

Auswirkungen auf den Bahnverkehr

Vollsperrung 12. Oktober 23.00 Uhr bis Montag, 29. Oktober, 4.00 Uhr

(Die Hinweise gelten, sofern nicht anders beschrieben, jeweils für beide Richtungen)

Fernverkehr

Zwischen Dortmund und Köln kommt es zu Umleitungen und zu veränderten Ankunfts- und Abfahrtszeiten. Die Halte in Bochum, Essen Hbf und Mülheim (Ruhr) entfallen.

Die ICE/IC-Linien, beispielsweise die ICE und IC von und nach Berlin, werden zwischen Duisburg und Dortmund über Gelsenkirchen (überwiegend mit Halt) umgeleitet. Die IC-Linie zwischen Hamburg, Köln und Süddeutschland wird über die „Wupperschiene“ (ohne Halt zwischen Dortmund und Köln) umgeleitet, so dass auch die Halte in Duisburg und Düsseldorf entfallen. Einige wenige Fernverkehrszüge müssen auf Teilstrecken in Ruhrgebiet entfallen.

Regionalverkehr

Die Züge der Linien RE 1 und RE 6 werden zwischen Dortmund und Duisburg umgeleitet und halten nicht in Bochum, Wattenscheid, Essen Hbf und Mülheim/Ruhr. Alternativ halten die Züge in Herne, Gelsenkirchen und Essen-Altenessen. Die RE 1 hält auch in Oberhausen.

In Gelsenkirchen bestehen Anschlüsse zwischen RE 1 und RE 2, sowie RE 6 und RE 42 für die Relation Hamm – Dortmund – Gelsenkirchen – Essen.

In Herne wird es auch in Tagesrandlage Sonderfahrten auf der U-Bahnstrecke die Linie U35 von/nach Bochum mit Anschluss an RE 1 und RE 6 geben. In Essen-Altenessen können die Fahrgäste mit den Linien U11 und U17 von/nach Essen Hbf fahren. Außerhalb der Betriebszeiten der U-Bahn wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen angeboten.

Die RE 2 und RE 11 fallen zwischen Essen Hbf und Düsseldorf Hbf aus, die RE 42 zwischen Essen Hbf und Duisburg Hbf.  

Während der Hauptverkehrszeit werden einige Züge der RE 19 (Abellio)  umgeleitet und halten zwischen Oberhausen-Sterkade und Düsseldorf Hbf nicht in Oberhausen Hbf, Duisburg Hbf und Düsseldorf Flughafen.

Die RB 35 wird zwischen Duisburg Hbf und Oberhausen-Sterkrade umgeleitet und hält nicht in Oberhausen Hbf.

Als Ersatz fahren zwischen Essen Hbf und Duisburg Hbf tagsüber Express-SEV-Busse mit Zwischenhalt nur in Mülheim Hbf im 10-Minutentakt. Abends von ca. 21 Uhr bis 24 Uhr sind die SEV-Expressbusse im 15-Min-Takt unterwegs. Nachts fahren die Busse dann durchgehend im 30-Min-Takt. 

Außerdem gibt es einen zusätzlichen stündlichen Pendelzug zwischen Dortmund und Essen Hbf mit Halten in Bochum und Wattenscheid, sodass tagsüber neben dem RE11 noch eine zweite stündliche Leistung im RE-Verkehr auf dieser Relation angeboten werden kann.

S-Bahnverkehr

Die S 1 fällt zwischen Essen Hbf und Duisburg Hbf aus, die S 3 zwischen Essen Hbf und Oberhausen Hbf. Als Ersatz fahren Busse im gewohnten Zugtakt (20 bzw. 30-Minuten-Takt).

Die S 2 fällt in der Zeit zwischen 6 und 22 Uhr zwischen Dortmund-Mengede und Duisburg Hbf einmal in der Stunde aus. Ersatzweise hält die Linie RE 3 (Eurobahn) zusätzlich in Essen-Zollverein Nord, für den Ausfall der S2-Halte Bergeborbeck und E-Dellwig wird ein SEV mit Bussen zwischen Oberhausen Hbf und E-Altenessen eingerichtet, der an den Endpunkten jeweils Anschluss von/auf die Linie RE3 bekommt.







Ersatzkonzepte und Reisendeninformation

Konzept für den Schienenersatzverkehr (SEV)

Die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) DB Regio NRW, Abellio Rail NRW GmbH und Eurobahn/Keolis haben in  Abstimmung mit der DB Netz und dem Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) in den vergangenen Wochen auf Basis der in den Verkehrsverträgen

vereinbarten Regelungen Ersatzkonzepte erarbeitet, um die Auswirkungen auf die Bahnkunden so gering wie möglich zu halten.

Insgesamt sind rund 50 Niederflur-Gelenkbusse mit rund 120 Fahrern in den Herbstferien im Einsatz. So wird es beispielsweise in Essen Hbf stündlich mehr als 12 Abfahrten geben. 

Anders als während der Ostersperrpause können Reisendende zwischen Essen Hbf und Düsseldorf Hbf in den Herbstferien auch die S-Bahn-Linie S 6 nutzen. Die S-Bahn-Linie S9 und die RE 14 verkehren ebenfalls planmäßig.

Mehr Service und Qualität bei Reisendeninformation und -lenkung

Die Deutsche Bahn und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr stellen anlässlich der Sperrung zusätzlich wieder mehrere hunderttausend Euro für die Reisendeninformation und –lenkung bereit. So wird die Deutsche Bahn über die durch die Verkehrsverträge der Eisenbahnverkehrsunternehmen finanzierten Maßnahmen hinaus deutlich mehr Servicepersonal mit rund 12.000 Einsatzstunden an den wichtigen Haltestellen insbesondere in Duisburg Hbf, Essen Hbf, Essen-Altenessen, Mülheim/Ruhr Hbf, Oberhausen Hbf,

Gelsenkirchen Hbf, Herne und Dortmund Hbf einsetzen. Sechs zusätzliche Infopunkte werden als Anlaufpunkte für Reisende geschaffen. Darüber hinaus werden die Wegeleitung und Information an den Bahnhöfen verstärkt: Mehr als 600 Plakate an den Stationen und in den Zügen, mehr als 80 Spannbanner an den Bahnhöfen und rund 200 Mastummantelungen sowie 1.000 Footsteps zur Beschilderung des Weges vom Bahnhof zur Ersatzhaltestelle sind geplant.

Die Fahrplanänderungen sind im Nahverkehr bereits in den Online-Auskunftssystemen enthalten, im Fernverkehr mit Detailinfos seit Ende August. Außerdem werden sie rechtzeitig über Aushänge an den Bahnsteigen bekannt gegeben. Zudem sind sie unter bauinfos.deutschebahn.com/nrw und über die App „DB Bauarbeiten“ abrufbar. Es kann auch ein Newsletter für einzelne Linien der DB abonniert werden. Außerdem gibt es eine Broschüre mit detaillierten Infos für die Reisenden zum Download. Diese wird rechtzeitig vor Baubeginn an den Bahnhöfen, in den Zügen und Verkaufsstellen ausliegen und wird im Rahmen einer Promotionaktion in den Hauptbahnhöfen Duisburg und Essen verteilt.

Weitere Informationen gibt es ab sofort bei der speziell eingerichteten DB-Servicehotline für den Schienenersatzverkehr unter 0202 51562515 und dem kostenfreien BahnBau-Telefon unter 0800 5 99 66 55. Soweit die Informationen vorliegen, beantworten die Mitarbeiter auch Fragen zu den anderen  Eisenbahnverkehrsunternehmen bzw. informieren über die entsprechenden Kontaktmöglichkeiten.

Die eurobahn-Linie RE 3 verkehrt im betroffenen Zeitraum mit angepassten Fahrzeiten und einem zusätzlichen Halt in Essen-Zollverein. Informationen zum Fahrplan erhalten Fahrgäste auf der Webseite der eurobahn (www.eurobahn.de). Telefonisch steht das Kundencenter unter der kostenfreien Rufnummer 00800 387 622 46 rund um die Uhr zur Verfügung.

Informationen zur Linie RE 19 und RB 35 erhalten Fahrgäste auch auf der Webseite von abellio (www.abellio.de). Telefonisch steht das Kundencenter unter der Rufnummer 0800/223 5546 (kostenfrei) zur Verfügung.

Hinweise zu Fahrkarten:

In den Bussen sind keine Fahrkarten erhältlich. Sie müssen online über die Apps der Verkehrsunternehmen oder an den Verkehrsstationen (nicht an den Ersatzhaltestellen) am Automaten oder am Schalter erworben werden. VRR- und NRW-Tickets sind ab sofort auch bequem als Handyticket über den DB Navigator erhältlich.

Kunden, in deren Zeitkarten der Preisstufen B und C im Geltungsbereich Essen/Duisburg enthalten sind, erweitern ihre Fahrtmöglichkeiten auf die Preisstufe D. Hierdurch sind alle erdenklichen Umwegverbindungen ohne Ausnahmen zugelassen. Durch die Erweiterung des Geltungsbereichs hin zur Preisstufe D wird dem Kunden eine einfache und leicht zu vermittelnde Fahrtmöglichkeit angeboten.

Streckenzeitkarten des Fernverkehrs in und aus Richtung Köln gelten auch für Fahrten über Hagen/Wuppertal. Für alle Anliegen betroffener Kunden mit Streckenzeitkarten oder Abos steht das jeweilige Abocenter zur Verfügung.
Betroffene BahnCard 100 Kunden können sich an den für sie zuständigen Kundenservice der Deutschen Bahn wenden.