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Düsseldorf

S-Bahn-Ausbau auf der Strecke der Erftbahn: Vorplanung mit Gutachten abgeschlossen

Haltepunkt Zieverich verbleibt an der Lechenicher Straße • Bahnübergänge in Bergheim bleiben bestehen • Mehr Kapazität, vertraute Infrastruktur

Gute Nachrichten für Zieverich: Nach dem S-Bahn-Ausbau können die Züge weiter an der Lechenicher Straße halten, auch die Bahnübergänge stehen weiterhin zur Verfügung. Die Fahrgäste profitieren somit von einem erweiterten Fahrangebot und können gleichzeitig die neue Infrastruktur an vertrauter Stelle nutzen. Mit dem Gutachten hat die DB die Vorplanung für den Ausbau der Erftbahn zur Erft-S-Bahn abgeschlossen.

Der Kreisausschuss im Rhein-Erft-Kreis hat dafür gestimmt, den bisherigen Haltepunkt Bergheim-Zieverich auch für die zukünftige S-Bahn mit einer neuen Bahnsteigkante an Ort und Stelle zu nutzen und ist damit einem Verkehrsgutachten gefolgt, das die Deutsche Bahn (DB) in Auftrag gegeben hatte. Ziel des Gutachtens war es, die Auswirkungen eines dichteren S-Bahn-Taktes auf den Stadtverkehr in Bergheim zu ermitteln, die Infrastrukturplanung mit Blick über alle Verkehrsträger sinnvoll weiterzuentwickeln und die Lage des Haltepunktes Zieverich durch einen Gutachter zu untersuchen. Das Verkehrsgutachten kommt zu dem Schluss, dass der bisherige Standort an der Lechenicher Straße „klar und deutlich als Vorzugsvariante empfohlen wird“.

Auch die Bahnübergänge können Verkehrsteilnehmer:innen weiter nutzen. Durch die engere Taktung und die erhöhte Zahl an Zügen ändern sich die Schließzeiten an den drei Bahnübergängen (Aachener Straße, Chaunyring, Lechenicher Staße) nur geringfügig.

Zitate

Christof Melahn, Projektleiter der DB Netz AG für den Ausbau der S-Bahn: „Das unabhängige Gutachten war eine wichtige, objektive Entscheidungsgrundlage nach dem nicht eindeutigen Votum der Bürgerschaft. So haben wir Gewissheit, dass der Haltepunkt an Ort und Stelle fit für die S-Bahn gemacht werden kann. Damit können wir gut weiterplanen und haben einen echten Schub für die Planung bekommen.“

Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des Nahverkehr Rheinland: „Mit der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung sind wir neue Wege gegangen und haben zahlreiche wertvolle Eingaben zum Ausbauprojekt erhalten, von denen viele in der Planung berücksichtigt werden können. Mit dem Gutachten und der Beschlussfassung haben wir jetzt eine gute Grundlage für die anschließende Detailplanung.“

Frank Rock, Landrat des Rhein-Erft-Kreises: Die S-Bahn soll für möglichst viele Menschen eine bessere Verkehrsanbindung schaffen. Die Auswirkungen der häufigeren Schließzeiten auf den Straßenverkehr sind laut einem Gutachten überschaubar und ich freue mich, dass der Planungsprozess dadurch weiter voranschreiten kann.“  

Volker Mießeler, Bürgermeister der Stadt Bergheim: Der Haltepunkt für die Erft-S-Bahn an der Lechenicher Straße wird idealerweise in Kombination mit einer neuen Brücke über die Erft für Passanten umgesetzt, als Verbindung zum Kreishaus und zu den nahegelegenen Schulen. Diese Option prüfen wir. Eine gute Nachricht ist auch, dass die drei Bahnübergänge weiter genutzt werden können und die S-Bahn keine größeren Auswirkungen auf den Straßenverkehr haben wird.“