DB Logo

München

Jungfernfahrt der ersten modernisierten S-Bahn

Feierlicher Startschuss mit Staatsministerin Ilse Aigner und DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber • 300 Millionen für topmoderne Fahrzeuge

Am Montagmittag fand die Jungfernfahrt des ersten modernisierten Fahrzeugs der Münchner S-Bahn-Flotte statt. Gemeinsam mit Johann Niggl, Sprecher der Geschäftsführung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber und S-Bahn-Chef Heiko Büttner weihte Staatsministerin Ilse Aigner die erste runderneuerte S-Bahn vom Typ ET 423 ein. Am Dienstag und Mittwoch besucht der Zug mit ausgewählten Fahrgästen die Landkreise rund um München, bevor er ab Donnerstag im Regelbetrieb durch das Netz der Münchner S-Bahn fährt. Bis 2020 werden nach und nach alle 238 Fahrzeuge vom Typ ET 423 überarbeitet. Sie wurden in den Jahren 2000 bis 2005 in Betrieb genommen und haben seither jeweils bis zu drei Millionen Kilometer zurückgelegt.

„Bereits auf den ersten Blick zeigen sich die Stärken der neuen Innenraumgestaltung. Die S-Bahn wirkt weiter, freundlicher und vor allem durchlässiger“, sagt Ilse Aigner, die bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr. „Die Mittel, die der Freistaat für die Modernisierung der Fahrzeuge zur Verfügung stellt, sind gut angelegt. Der bis 2019 gültige Übergangsvertrag zwischen BEG und DB Regio sieht Investitionen von rund 300 Millionen Euro in das Modernisierungsprojekt vor“, ergänzt Ilse Aigner weiter. „Die Fahrzeuge werden nicht nur technisch fit gemacht für weitere Jahre im Dauerbetrieb. Durch die Umgestaltung lassen sich die vorhandenen Kapazitäten der S-Bahnen besser ausnutzen. Das Modernisierungsprojekt ist deshalb ein wichtiger Baustein im Maßnahmenpaket der Staatsregierung, um die Mobilität im Großraum München zu verbessern.“

Die Bedeutung des Modernisierungsprojekts für die wachstumsstarke Region unterstreicht Johann Niggl, Sprecher der Geschäftsführung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft. Die BEG plant, finanziert und kontrolliert den Schienenpersonennahverkehr in Bayern im Auftrag des Freistaats und setzt das Modernisierungsprojekt gemeinsam mit der S-Bahn München um. „Erst mit Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke werden mehr S-Bahnen durch München fahren können. Bis dahin müssen wir so weit wie möglich die Situation vermeiden, dass Fahrgäste wegen überfüllter S-Bahnen nicht mitfahren können. Deshalb verfolgen wir bei der Umgestaltung der Fahrzeuge vor allem zwei Ziele: mehr Kapazitäten und eine höhere Betriebsstabilität.“

Bislang konzentrieren sich die Passagiere meist im Einstiegsbereich der S-Bahnen, während der Platz zwischen den Sitzgruppen zu wenig genutzt wird. Im Rahmen der Modernisierung werden im Einstiegsbereich die Durchgänge zu den Sitzgruppen geweitet, und es besteht künftig die Möglichkeit, Gepäck unter und neben den Sitzen abzustellen. Auf diese Weise kommt es zu weniger Blockaden und die Fahrgäste verteilen sich besser auf das gesamte Fahrzeug. Für mehr Komfort sorgen unter anderem ein neues Lichtkonzept, das sich automatisch auf die Lichtverhältnisse einstellt, mehr Festhaltemöglichkeiten sowie neue großflächige Monitore an den Decken. Sie halten die Passagiere über den Fahrtverlauf, Umsteigemöglichkeiten und Abweichungen vom Regelbetrieb auf dem Laufenden. Der neue Familien- und Gruppenbereich wartet mit einer eingebauten Eckbank auf.

Für die Deutsche Bahn ist die Umgestaltung der Züge das aktuell größte Fahrzeugmodernisierungsprojekt. „Für uns ist die Modernisierung der Fahrzeuge der zentrale Baustein unseres Aktionsprogramms „Zukunft S-Bahn München“, sagt Heiko Büttner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn München. „Wir bauen die Fahrzeugflotte im laufenden Betrieb um und schaffen für unsere Kunden eine topmoderne S-Bahn – mit mehr Infos, mehr Komfort und vor allem auch mehr Platz. Wir haben für die nächsten Jahre eine S-Bahn-Flotte, die den aktuellen Ansprüchen in München gerecht wird.“

DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber betont, wie wichtig die Zukunftsfähigkeit des S-Bahn-Systems in den wachsenden Metropolen Deutschlands ist. „3,3 Millionen Kunden befördern unsere fünf größten S-Bahnen am Tag. Das sind über 50 Prozent der Reisenden im DB-Personenverkehr. Die S-Bahnen müssen daher Taktgeber und Innovationstreiber für die Mobilität in den Großstädten sein. Wir investieren bundesweit insbesondere in Projekte, die die Qualität für die Kunden verbessern. Moderne Züge sind dabei ein wesentlicher Bestandteil dieser Qualitätsoffensive.“

Hinweis an die Redaktionen:

Mehr Informationen und weitere Pressemateralien finden Sie im Internet unter https://s-bahn-muenchen-2020.de/de/presse Dort stehen ab ca. 15 Uhr auch Pressefotos der Veranstaltung zur Verfügung. 

Informationen zum Aktionsprogramm "Zukunft S-Bahn München" finden Sie hier. 

Einen Blick in die Werkstatt, wo die Fahrzeuge umgebaut werden, können Sie hier werfen.