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Schwandorf

Umweltfreundliche Elektrifizierungen in der Oberpfalz – Planungen für Bahnstromversorgung

Für Ausbau der Strecken Regensburg–Hof und Nürnberg–Schwandorf-Furth im Wald muss Bahnstrom in die Region geleitet werden – Dialog mit Bürgern im Sommer

Die anstehende Elektrifizierung von Bahnstrecken in der Oberpfalz führt zu einem deutlichen verbesserten Zugverkehr auf der Strecke zwischen Hof und Regensburg. So werden Fernverkehrszüge für neue umsteigefreie Verbindungen nach München und Dresden sorgen. Auch werden durch die Elektrifizierung der CO2-Ausstoß und Emissionen weiter deutlich reduziert. Bis zum Jahr 2038 will die DB ihre Züge nur noch mit grünem Strom fahren lassen. Die Bahn prüft derzeit, welche einzelnen Ausbaumaßnahmen auf der 180 Kilometer langen Strecke von Regensburg bis Hof notwendig werden. Gleichzeitig müssen auch Bahnstromleitungen in der Region entstehen, damit klimaschonende Energie zu den Zügen kommt. Erste Planungsergebnisse stellte die DB heute zusammen mit dem bayerischen Verkehrsstaatssekretär Klaus Holetschek und dem Oberpfälzer Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier in Schwandorf vor. Im Sommer folgen Veranstaltungen für Bürger und Anlieger.

Klaus-Dieter Josel, DB Konzernbevollmächtigter für Bayern: „Die Elektrifizierung bringt der Region viele Vorteile. Intercitys nach Dresden und München, Lärmschutz entlang der Gleise und einen sauberen Bahnverkehr, umweltfreundlich und klimaschonend. Das alles funktioniert aber nur mit dem passenden Strom - und der muss erst zum Zug kommen.“

Die Pläne für die Elektrifizierung finden sowohl in der Region als auch in der bayerischen Verkehrspolitik große Zustimmung. Bayerns Verkehrsstaats-sekretär Klaus Holetschek: „Das Bahnnetz ist nördlich von Regensburg leider noch eine ähnlich große Dieselinsel wie in meiner Heimat im Allgäu. Erfreulicherweise gibt es aber in der Oberpfalz ganz konkrete Elektrifizierungsprojekte. Nur wenn wir es schaffen, Fahrgäste und Güter emissionsfrei auf der Schiene zu transportieren, erreichen wir die ambitionierten Klimaziele. Ein transparenter Planungsprozess im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern ist mir dabei sowohl für den Ausbau entlang der Strecken als auch für die Bahnstromzuführung sehr wichtig.“

Als Verfechter des Bahnausbaus war MdB Karl Holmeier heute bei der Vorstellung der Pläne ebenfalls zugegen und pflichtete bei: „Der Ausbau der Strecke ist eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der Bundesrepublik. Mit der heutigen Vorstellung der Bahnstromtrassen werden erstmals seit vielen Jahrzehnten in Ostbayern die Weichen für eine positive Weiterentwicklung für die Strecken Hof-Regensburg und München/Nürnberg-Schwandorf-Furth im Wald - Prag gestellt. Jetzt gilt es gemeinsam anzuschieben und diese beiden Maßnahmen zügig voran zu bringen.“

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Die Planungen der DB für die Oberpfalz sehen eine Bahnstromleitung weitgehend westlich der Bahnstrecke von Regenburg bis nach Wiesau vor. Eine zweite Leitung soll von Irrenlohe bei Schwandorf nach Ottensoos bei Lauf führen und dort an das vorhandene Bahnstromnetz anknüpfen. Achim Saßmannshausen, Leiter Bahnstromleitungen bei DB Energie: „Wir suchen eine möglichst verträgliche Führung, indem wir in vielen Abschnitten unsere Leitung mit vorhandenen Infrastrukturen bündeln.“


Die Bahnstromleitung soll dabei vielfach direkt neben bereits bestehenden Stromleitungen verlaufen. Das deutsche Bahnstromnetz hat eine Länge von 8.000 Kilometern. In der Regel kann die Bahn bei einer Elektrifizierung unmittelbar an vorhandene Bahnstromleitungen anknüpfen. Nur in wenigen Regionen, wie im Pegnitztal, in der Oberpfalz und in Teilen Oberfrankens gibt es noch keine Verbindung zum Bahnstromnetz. Regenerative Energiequellen bilden eine hohen Anteil beim Bahnstrom.


Im Dialog mit der Region

Die DB wird die Ausbaupläne online stellen unter www.bahnausbau-nordostbayern.de und ab Mitte Juni Infomärkte für die Bürger – zunächst in virtuellen Formaten – anbieten. „Eine frühe Beteiligung der Bürger ist fester Bestandteil der Planungen von Infrastrukturen. Wir werden uns bei der Bahnstromversorgung genauso wie bei der Strecken-Elektrifizierung den Fragen der Bürger stellen und ihre Anregungen aufnehmen“, so der DB-Projektleiter Matthias Trykowski. Bis zum Jahreswechsel sollen die Planungen gemeinsam mit der Region verfeinert werden und in ein Raumordnungs-verfahren gehen.

Bei der Strecken-Elektrifizierung zwischen Regensburg und Marktredwitz wird die Bahn dieses Jahr die Ermittlung aller Grundlagen abschließen. 2021 beginnt die sogenannte Vorplanung. Auch dabei werden die Bürger in der Region einbezogen werden. Letztlich wird das Bundesverkehrsministerium als Auftraggeber der Projekte über die Ausbaupläne entscheiden.


Hinweis an die Redaktionen:

Alle Infos sowie weiteres Material, Bilder, Grafiken, Video, Faktenblatt,  etc. zum Download unter https://www.bahnausbau-nordostbayern.de/presse.html