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Eisenbahndamm zwischen Münster – Lünen: weitere Reparaturmaßnahmen notwendig

Beeinträchtigung des Dammes erfordert weiterhin Geschwindigkeitsreduzierung • Nahverkehr verkehrt weitgehend planmäßig, Fernverkehr wird umgeleitet

In den vergangenen Wochen hat die Deutsche Bahn an insgesamt drei Abschnitten am Eisenbahndamm auf der Strecke zwischen Münster und Lünen Reparaturarbeiten durchgeführt. An zwei dieser Bereiche sind jedoch weitere, umfangreichere Reparaturmaßnahmen notwendig. Deshalb müssen die Züge auf einer Länge von insgesamt rund fünf Kilometern weiter mit reduzierter Geschwindigkeit fahren.

Die Deutsche Bahn hatte ein Gutachten in Auftrag gegeben, um Ursache und Schäden in den betroffenen Abschnitten zu untersuchen. Durch den langen und überdurchschnittlich heißen Sommer ist die Böschung des Dammes stark ausgetrocknet. Das hat zu Setzrissen neben dem Damm geführt. Die Risse hat die Deutsche Bahn mit Betonsuspensionen verschlossen, um das Eindringen von Wasser in den Damm zu verhindern. Bei den Untersuchungen hat der Gutachter zudem festgestellt, dass es in zwei der drei betroffenen Bereiche zu Veränderungen im Erdreich des Dammes gekommen ist. Dies betrifft jene Abschnitte des Dammes, die Anfang der 90er Jahre nach einem Dammrutsch saniert worden waren.

Die Deutsche Bahn hat bereits gemeinsam mit Gutachtern und Ingenieurbüros begonnen, technische Varianten zur Behebung des Schadens zu prüfen. Ziel der gemeinsamen Anstrengung ist es, möglichst schnell mit den notwendigen Arbeiten beginnen zu können. Allerdings ist ein aufwendiger Planungs- und Genehmigungsprozess notwendig, der mehrere Monate in Anspruch nehmen wird. Erst dann können verlässliche Aussagen zum Baubeginn und zur Dauer der notwendigen Arbeiten getätigt werden. Deshalb gilt die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zunächst bis zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2019.

Die Standfestigkeit des Dammes insgesamt ist nicht beeinträchtigt. Das haben zahlreiche Bohrungen und Sondierungen entlang des Dammverlaufs gezeigt.  „Sicherheit hat bei der Deutschen Bahn immer höchste Priorität“, so Norbert Strathmann, Leiter der Produktionsdurchführung Hamm bei der DB Netz AG und damit verantwortlich für die Schieneninfrastruktur in diesem Gebiet. „Wir haben zusätzlich ein Monitoring-System an den beiden betroffenen Streckenabschnitten installiert, das auch geringfüge Veränderungen im Millimeter-Bereich misst und meldet.“



Fahrplanänderungen im Fernverkehr:

Im Fernverkehr entfallen wegen der Umleitung teilweise die Halte in Bochum, Hagen und Dortmund auf den IC-Linien 30 (Hamburg–Stuttgart) und 31 (Hamburg–Nürnberg/Passau). Die anderen Fernverkehrslinien fahren die Städte unverändert an.

Linie 30
Die zweistündliche IC-Linie Hamburg–Bremen–Münster–Köln–Mainz–Stuttgart verkehrt über Recklinghausen - Essen ohne Halt in Dortmund und Bochum, dafür mit einem Zusatzhalt in Gelsenkirchen.


Linie 31
Bei der zweistündlichen IC-Linie Hamburg-Bremen-Münster-Köln-Mainz-Nürnberg/Passau werden in nördlicher Richtung alle Halte angefahren. In südlicher Richtung entfällt der Halt in Hagen. Der Halt in Dortmund bleibt in beiden Richtungen bestehen.

Fahrplanänderungen im Regionalverkehr:

Die Pünktlichkeit der RB 50 wird durch die Umleitung des Fernverkehrs deutlich stabilisiert. Die Fahrzeit verlängert sich trotz der Geschwindigkeitsreduzierung nur um wenige Minuten. Die Züge Richtung Münster fahren eine Minute früher ab und die Züge ab Münster verkehren eine Minute später.

Um die IC-Züge über Dortmund und Hamm umleiten zu können verlängert sich die Fahrzeit des RE 1 zweitstündlich um 7 Minuten. Die Züge ab Hamm in Richtung Dortmund fahren deshalb etwas früher ab. 

Die Fahrplanänderungen sind in den Informations- und Buchungssystemen hinterlegt. Die DB bittet alle betroffenen Reisenden, sich vor Fahrtantritt über die tatsächlichen Abfahrt- und Ankunftszeiten zu informieren. Reiseverbindungen mit Echtzeitinformationen sind in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der DB Navigator-App und bei www.bahn.de/reiseauskunft zu finden